Montag, 11. Juli 2011

Neulich im Krausnick-Club Teil 3 - Mein erster Nazi













Schon wieder keine Graphic Novel!
Dafür aber ein kleiner Minicomic.
Wer sich anschauen will, wie das jetzt dort aussieht, schaue hier.

Freitag, 8. Juli 2011

Neulich im Krausnick-Club (1980) Teil 2


Die Jugendclubs in der DDR waren unter dem Dach der Jugendorganisation FDJ (genannt Kampfreserve der Partei) geführt. Das hielt die jungen Leute nicht davon ab, dorthin zu gehen, zum Treffen, Trinken, Kennenlernen und Lästern. So bildeten sich fast immer lange Schlangen vor dem Eingang.
Ganz Ostberlin hatte nicht ganz so viele Ausgehmöglichkeiten wie heute die Gegend ums Kottbusser Tor.

Donnerstag, 7. Juli 2011

Neulich im Krausnick-Club (1980)


Um nicht aufzufallen hat sich Pepe extra einen grünen Parka besorgt und geht nun einem geradezu skandalösem Gerücht nach... (demnächst mehr)

Der Krausnick-Club Krausnickstr-Ecke-Oranienburger lag genau an der Ecke im Souterrain und wurde nur von Leuten besucht die irgendwie grüne Sachen anhatten, am besten aber einen Shellparka.

Dienstag, 17. Mai 2011

Intellektuelle Avantgarde


Im Kampf gegen die fortschreitende Vereinheitlichung der Gedanken spielten die Studenten der Geisteswissenschaften eine große Rolle. Intellektuelle Brillianz paarte sich hier mit dem wissenschaftlichen Handwerk einerseits und einem inneren Abstand zur offiziellen Kulturpolitik andererseits. Zum Glück für unseren (imaginierten) Vordenker fiel noch während des Studiums die Mauer...


Donnerstag, 12. Mai 2011

Tut mir leid, alles reserviert


Im Gegensatz zu heute arbeiteten in der DDR in so ziemlich allen gastronomischen Einrichtungen ausgebildete Kellner, meist bis zu ihrer Rente.
Da sie über die Belegung der Tische mit Reservierungen beziehungsweise Platzierung entscheiden konnten, hatten sie natürlich großen Anteil an der Hebung des kulturellen Niveaus.
Zur Zeit arbeite ich an einigen Seiten, wo unseren Helden durch solche verantwortungsvolle Werktätige der Zugang zu einem Café verwehrt wird.

Samstag, 9. April 2011

Woran erkenne ich einen Ostler? (3)




Während es für einige (Abb. 1) egal war wie sie auf andere wirkten (in unserem Beispiel: Kunden mit Jeans und Klettis und Parka, Normalos mit Klamotten aus der Jugendmode, Pseudo-Alternative in Ungarn eingekleidet), machten sich einige Jugendliche besonders in den 80ern ziemlich viel Mühe und Gedanken:
(Abb. 2)
Ob das nun Teile aus sowjetischen Uniformen waren, selbstgefärbte Arbeitsklamotten, abgelegte Herrenmode aus dem letzten Jahrhundert oder gar komplett selbstgenähte Kleidung: Diese Leute wollten ihren von Partei und Staatsführung unabhängigen Geschmack ausleben und sich nicht unbedingt irgendeiner Gruppe, am allerwenigsten der der Ostler, zuordnen lassen.

Mittwoch, 6. April 2011

Woran erkenne ich einen Ostler? (2)


Bei jedem Treffen von jungen Leuten, besonders im Ausland, versuchte man sofort herauszubekommen, wer eventuell aus dem Westen kam. Ostler waren sozusagen Teilnehmer zweiter Klasse. Am Leichtesten war es, auf die Füße zu schauen: Jesuslatschen (auch Römersandalen genannt) und Kletterschuhe (Klettis oder auch Tramper) gab es nur in der DDR und fast jede und jeder trug sie.